Glossar / Wissensdatenbank

Immobilienfonds in Australien

Recherchiert man zum Thema Immobilienfonds in Australien, so fällt einem schnell auf, dass Australien schon seit mehr als einem Jahrzehnt in der Gunst der Immobilien-Anleger steigt. Die Gründe dafür liegen in der bis zur Corona-Krise 20-jährigen wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte des 5. Kontinents:

  • Australien ist reich an Rohstoffen, gehört zu den größten Produzenten von Lithium, Gold, Titan und Aluminium und profitiert von seiner regionalen Nähe zu den China und Indien, die dabei sind, die „alte Welt“ ökonomisch zu überrunden.
  • Australien definiert sich als Einwanderungsland mit beschränktem Zugang, in das vor allem Menschen aus dem UK, aus Neuseeland, China, Italien und Vietnam einwandern. Daraus resultiert eine vergleichsweise junge, gut ausgebildete und kontinuierlich wachsende Bevölkerung mit entsprechender Nachfrage nach Immobilien.
  • Aus diesen beiden Faktoren resultiert eine beachtliche wirtschaftliche Stabilität mit über zwei Jahrzehnten ungebrochenen Wirtschaftswachstums down under. Vorherrschend ist der Dienstleistungssektor mit Finanz-, Immobilien- und Unternehmensdienstleistungen, der knapp 80 % des Bruttoinlandsprodukts auf sich vereinigt. Für den Export bedeutend sind Landwirtschaft und Bergbau.
  • Auf die Corona-Pandemie hat Australien von Anfang an schnell und konsequent reagiert, ähnlich wie China und andere fortgeschrittene Länder Asiens. 2020 ging das Bruttoinlandsprodukt aufgrund der Beschränkungen von Verkehr und Tourismus um 3,8 % zurück. Die strikten Maßnahmen ermöglichen jedoch eine rasche Erholung aufgrund der gelungenen Bekämpfung der Pandemie, so dass Marktbeobachter für 2021 mit einem deutlichen Wachstum und einer insgesamt guten Überwindung der Krise rechnen. Die Deka sieht Sydney und Melbourne, auch wegen ihrer Abhängigkeit vom Tourismus, stärker unter Druck als Canberra und Brisbane.
  • Der australische Immobilienmarkt ist so transparent wie nur in wenig anderen Ländern: Im „Global Real Estate Transparence Index 2020“ von JonesLangLasalle erreicht Australien hinter UK und den USA den dritten Platz. Das ermöglicht Anlegern rechtssichere Investitionen in Immobilien und verlässliche Kalkulationsgrundlagen. Denn Transparenz bedeutet, dass für ausländische Investoren die selben Marktparameter gelten wie für inländische Investoren, dass klare steuerliche Regelungen und Regulierungsmaßnahmen, ethische Standards und professionelle Marktteilnehmer für reibungslose Abläufe sorgen.
  • In der Pandemie war die Nachfrage nach Büroflächen zurückgegangen, mittel- bis langfristig sollte sie sich nach Aussagen von Marktbeobachtern jedoch wieder erholen, während die Nachfrage nach Logistikflächen wegen der Zunahme des Online-Handels deutlich zulegt.

Immobilienfonds in Australien für deutsche Privatanleger?

Alternative Investmentfonds (AIF) für Privatanleger aus Deutschland, die in Australien investieren, sind trotz dieser unbestreitbaren Vorteile des australischen Immobilienmarktes rar gesät. Das liegt in erster Linie an der mangelnden Verfügbarkeit von Assets mit einer Rentabilität, welche die Kostenstruktur eines Fonds für Privatanleger mit seinen regelmäßig geringeren Losgrößen tragen kann.

Angesichts der zuletzt in Australien gestiegenen Spitzenrenditen besteht jedoch durchaus Anlass zum Optimismus, wenn auch Analysten von weiterhin steigenden Immobilienpreisen ausgehen. Immobilieninvestments in Australien sind demnach eine Sache für Fachleute, die langfristig mit dem Markt vertraut und gut vernetzt sind, um attraktive Anlagechancen frühzeitig identifizieren und nützen zu können.

Währungsrisiken im Auge behalten

Der Kurs des Euro zum Australischen Dollar (AUD) hat nach dem Rekordhoch Anfang 2020 im Verlauf der Pandemie deutlich nachgegeben und ist wieder auf das Niveau von 2018 gefallen, im Dezember 2020 hatte er ein 11-Monats-Tief von 1,60 AUD erreicht. Das Währungsrisiko müssen Anleger bei einer Investition in australische Immobilien also immer im Auge behalten.

Weil der Markt für Büroimmobilien in Australien das transparenteste Marktsegment darstellt, stellen Büro-Objekte auch das Gros der für Privatanleger jemals angebotenen Investment-Gelegenheiten dar. Angesichts des starken Dienstleistungssektors erwarten Analysten auch nach der Corona-Pandemie eine stabile Nachfrage nach Büroflächen in den australischen Metropolen Sydney, Brisbane, Melbourne, Perth und Adelaide sowie in der Hauptstadt Canberra.

Für die Beurteilung eines AIF wichtig ist die Erfahrung des Asset Managements, dessen Track Record, die Vermietung der Immobilie und vor allem die Nachvermietungsfähigkeit des Gebäudes nach Auslaufen der Mietverträge bis hin zur optimalen Verkaufsstrategie zum Ende der Laufzeit des Fonds. Sie entscheidet über die langfristige Performance des Investitionsgegenstandes. Nur wenn eine Vermietung der Immobilie mindestens über die Laufzeit des Fonds möglich ist (in der Regel 10 Jahre), kann der Immobilienfonds laufende Erträge und am Ende der Laufzeit einen attraktiven Verkaufserlös für die Anleger generieren.

Immobilienfonds in Australien: Beispiele

Im Jahr 2006 legte EURAMCO den SachsenFonds Australien-Fonds 1 auf, der in die Immobilie „KPMG-House“ im Herzen von Melbourne investierte. Die Nutzungsrechte an dem Objekt wurden 2016 mit einem erfreulichen Ergebnis verkauft. Der SachsenFonds Australien-Fonds 2 ist in zwei attraktive Objekte in den Docklands, dem größten Stadtentwicklungsprojekt Australiens, investiert.

Der SachsenFonds Australien-Fonds 3 erwarb drei „Class A“-Bürogebäude in der Küstenstadt Adelaide. Nach einer Laufzeit von nur fünf Jahren erhielten die Anleger ein lukratives Ausstiegsangebot. Derzeit plant EURAMCO einen AIF für Privatanleger, der in Objekte an den gefragtesten Standorten wie Sydney, Melbourne, Adelaide und Canberra investieren soll, in erster Linie in Bestandsimmobilien mit mehreren Mietern. So lassen sich die Risiken eines signifikanten Mietausfalls diversifizieren und Neuvermietungen können über die Fondslaufzeit verteilt werden. Über eine geplante Laufzeit von 8 bis 12 Jahren ist für das Investment eine Zielrendite von 5 % pro Jahr angepeilt.

EURAMCO verfügt über langjährige Erfahrung und Kompetenz auf dem Gebiet der Büroimmobilie und in deren Management in Australien, Europa und den USA. Die Akquisition weiterer Objekte und deren Verpackung in AIFs wird fortlaufend untersucht und bei passender Gelegenheit vorbereitet. Wir analysieren kontinuierlich die von uns favorisierten Immobilienmärkte auf attraktive Assets für unsere Anleger. Wenn Sie sich über aktuelle Angebote für eine Beteiligung in diesem stabilen Marktsegment interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Weiterführende Links zum Thema Immobilienfonds in Australien

Alternative Investmentfonds (AIF)
Asset Management
Australien-Fonds der EURAMCO
Fonds
Gewerbeimmobilien
KPMG-House
Währungsrisiko

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