Glossar / Wissensdatenbank

Portfoliomanagement

Was ist Portfoliomanagement?

Das Portfolio

In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet das Wort „Portfolio“ einen mit vielen Fotografien ausgestatteten Bildband oder die Mappe mit Arbeitsproben eines Fotografen oder Künstlers. Wenn es um Finanzen geht, gebraucht man diesen Begriff für eine Ansammlung von unterschiedlichen Investitionen. Dabei kann es sich um Aktien handeln, aber auch um Sachwertbeteiligungen. Durchaus üblich sind aber auch Mischformen, beispielsweise aus Immobilien und Wertpapieren. Ein Portfolio richten die Investoren nach ihren individuellen Präferenzen aus. Die wichtigsten Faktoren sind dabei die Risikobereitschaft und die Gewinnerwartung, zunehmend spielt aber für Anleger auch die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Je größer ein Portfolio, desto anspruchsvoller ist die Verwaltung, das Portfoliomanagement – darum müssen sich dann Profis kümmern.

Wenn es sich um ein Fonds-Portfolio handelt, dann spricht man vom Fondsmanagement, alle Informationen dazu finden Sie hier.

Das Management eines Portfolios

Aufgabe des Managements ist die Zusammenstellung und Verwaltung der im Portfolio enthaltenden Investitionen und Assets. Und das nach Anlagekriterien, die im Vorfeld mit dem Investor vereinbart wurden. Basis für die Arbeit ist eine gründliche Analyse der Kapital- und Vermögenssituation eines Unternehmens oder Privatanlegers. Natürlich spielt auch der zeitliche Anlagehorizont eine große Rolle und die Frage, welche Risiken der Anleger bereit ist einzugehen.

Das Portfoliomanagement von Aktien und anderen börsengehandelten Wertpapieren bedient sich bei der Auswahl der richtigen Werte zunächst zweier Grundstrategien. Beim sogenannten Top-Down-Ansatz werden die Gesamtentwicklung der Wirtschaft und die Entwicklung ganzer Branchen analysiert. Aus den Ergebnissen versucht der Verantwortliche dann, die Kursentwicklung für ein einzelnes Unternehmen zu prognostizieren. Beim Bottom-Up-Ansatz analysiert man zunächst das Wachstumspotenzial eines einzelnen Unternehmens oder eines Sachwerts. Anschließend vergleicht man die aus der Analyse abgeleitete Performance-Erwartung mit der Branche und dem Gesamtmarkt und trifft darauf basierend eine Kaufentscheidung.

Steht ein Portfolio, obliegt dem Management die Steuerung und Optimierung der darin enthaltenden Investments. Gerade wenn sich das Portfolio wertmäßig schwächer entwickelt als Vergleichswerte (sogenannte Benchmarks), müssen Umschichtungen vorgenommen werden. Der Ehrgeiz der Verantwortlichen sollte es immer sein, die Benchmarks der Branche, in die man investiert ist, zu erreichen oder besser noch zu übertreffen. Beim Portfoliomanagement spielt, gerade wenn es um Performance und andere Analysearbeiten geht, die Software eine immer größere Rolle, auch Kauf- und Verkaufsentscheidungen werden zunehmend über computergestützte Algorithmen getroffen.

Karriere im Portfoliomanagement

Wichtigste Grundvoraussetzung für einen Job in diesem herausfordernden Business ist eine gute wirtschaftliche Ausbildung, z.B. durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium, vorzugsweise in Betriebs- oder Volkswirtschaft. Schon wegen der umfangreichen Analysearbeiten, Performancemessungen und Risikoberechnungen sind aber auch Finanz- und Wirtschaftsmathematiker gefragt. Je nach betreutem Portfolio können noch ganz andere Themen hilfreich sein. Geht es beispielsweise um Immobilien, ebnet u.U. ein Architektur- oder Bauingenieurstudium den Berufsweg. Grundsätzlich sollten Bewerber also Interesse an Betriebs- und Volkswirtschaft und auch an wirtschaftspolitischen Fragen mitbringen.

Weiterführende Links

Das Fonds- und Asset Management der EURAMCO 
Alternative Definition im Wirtschaftslexikon

 

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