Glossar / Wissensdatenbank

Nachhaltige Fonds

Was sind Nachhaltige Fonds?

Immer mehr Anleger denken beim Thema Geldanlage nicht mehr über einzelne Aktien oder Aktienfonds nach, sie investieren lieber gezielt in Geldanlagen, die auch für nachfolgende Generationen ein Gewinn sind. Darum wird auch der Ausdruck „enkelsicher“ in diesem Zusammenhang immer gebräuchlicher. Und so werden nachhaltige Fonds zu einem immer gefragteren Thema. Diese Fonds beinhalten Investments, die dem Anleger attraktive Renditen auf ihr eingezahltes Geld versprechen und dabei nicht nur ihren Finanzen, sondern auch unserer Umwelt zugutekommen. Dabei profitieren die Investoren oft auch indirekt von staatlichen Subventionen, mit denen nachhaltige Energien in Deutschland noch gefördert werden. Zu den wichtigsten angebotenen Finanzprodukten in dieser Kategorie zählen Fonds, die Erneuerbare Energien zum Gegenstand haben. Eine weitere gebräuchliche Bezeichnung für diese rentable Anlagemöglichkeit ist „Öko-Fonds“. Im Gegensatz zu Aktien oder Aktienfonds, die einzelne Branchen oder Indizes abbilden, können die Anleger hier sicher sein, dass ihr Investment komplett nachhaltig angelegt ist.

Was bedeutet überhaupt „nachhaltig“?

Der Begriff leitet sich von dem Verb nachhalten her und bezeichnet laut Duden eine längere Zeit anhaltende Wirkung. In Verbindung mit der Natur gebraucht wurde es zunächst in der Forstwirtschaft. Das Prinzip niemals mehr Holz zu schlagen, als Bäume nachwachsen können, gilt als nachhaltig. Inzwischen werden alle Maßnahmen, die auf lange Sicht dem Schutz der Umwelt und der Schonung von wertvollen Ressourcen dienen so bezeichnet. Im englischen Sprachraum redet man bei diesen Themen von „Sustainability“.

Eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit ist die Einsparung von fossilen Brennstoffen und die Begrenzung der damit verbundenen Emissionen. Die Lösung ist der Einsatz von Energiequellen, die in unbegrenztem Maße zur Verfügung stehen: Wind und Sonne.

Mittlerweile wird der Begriff Nachhaltigkeit aber auch im Zusammenhang mit ethischen Werten gebraucht. Die Kriterien dabei sind z.B., dass Unternehmen sich verpflichten auf den Einsatz von Kinderarbeit zu verzichten oder kein Geld mit Rüstungsgeschäften zu verdienen. Die werbetreibenden Unternehmen machen sich die verkaufsfördernde Wirkung solcher Prädikate gerne zunutze, leider auch bei Leistungen und Angebote, die nicht unbedingt nachhaltigen Kriterien entsprechen. Da „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Geldanlage“ keine geschützten Begriffe sind, empfiehlt es sich sehr das jeweilige Angebot einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

Für Unternehmen ist der Nachweis nachhaltigen Wirtschaftens zu einer wichtigen Werbebotschaft geworden. Das gilt auch für die Finanzwirtschaft. Aktienfonds und auch einzelne Aktien werden immer häufiger mit dem Argument der Nachhaltigkeit beworben.

Nachhaltige Energien

Solarkraft

Unsere wichtigste Energiequelle befindet sich in einer Entfernung von ca. 150 Millionen Kilometern zur Erde, direkt im Zentrum unseres Sonnensystems. Auch wenn die Sonne zur Kategorie der Zwergsterne gehört, ist sie im Vergleich zu unserem Planeten von gewaltigen Ausmaßen. Ihr Durchmesser übertrifft den der Erde um mehr als das Hundertfache. An ihrer Oberfläche herrscht eine Temperatur von 6.000 Grad Celsius. Erst durch die Wärme, die von der Sonne bei uns ankommt, wird Leben überhaupt möglich. Die Natur nutzt die Sonnenenergie in Form der Fotosynthese, der Mensch macht sie sich zunehmend mithilfe der Solartechnik zunutze. Zu den wichtigsten Technologien zählen dabei Sonnenkollektoren zur Wärmegewinnung, Solarzellen zur Erzeugung von elektrischem Gleichstrom und Sonnenwärmekraftwerke, die durch Wärme und Wasserdampf Strom erzeugen.

Da die Sonnenstrahlung  gerade in unseren Breiten starken jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, ist eine effiziente Speicherung von größter Wichtigkeit. Dazu hat man eine Reihe unterschiedlicher Verfahren entwickelt, bei denen die Sonnenenergie umgewandelt wird. So wird beispielsweise in fotovoltaischen Kraftwerken durch Halbleitereffekte elektrischer Strom erzeugt. Die auf der Erdoberfläche ankommende Strahlung kann nicht nur den gesamten Weltenergiebedarf decken, sie übertrifft ihn um ein Vieltausendfaches. Wenn man die konsequente Nutzung weiter vorantreibt, ist die Energieversorgung der Menschheit für sehr, sehr lange Zeit gesichert. Wissenschaftler haben errechnet, dass die Sonne noch 5 Milliarden Jahre scheinen wird. Wer sich für eine Geldanlage in Solarenergie interessiert, investiert in Nachhaltige Fonds, die Erneuerbare Energien beinhalten.

Windkraft

Hierbei handelt es sich um die älteste von Menschen genutzte nachhaltige Energiequelle. Schon früh brachen die Seefahrer mit ihren Segelschiffen auf und hofften dabei auf günstige Winde, die sie zu neuen Ufern bringen sollten. Windmühlen lieferten das nötige Mehl für das tägliche Brot. Auch bei anderen schweren Arbeiten sorgten sie für eine frische Brise, z.B. in Sägewerken. Heute ist der Wind dabei zu einem unserer wichtigsten Energielieferanten zu werden. Schon 2016 konnten Windkraftanlagen annähernd 4 % des weltweit benötigten Stroms produzieren. Tendenz steigend. Dabei wird diese nachhaltige Energie weltweit noch unterschiedlich eingesetzt. Führend sind Asien und Europa gefolgt von Amerika. Die Potenziale der Windenergie sind nahezu unerschöpflich. Schon vor zehn Jahren errechneten Forscher der Harvarduniversität, dass sich der gesamte weltweite Energiebedarf mit Hilfe von Windenergie nicht nur decken, sondern um ein Vielfaches übertreffen ließe.

Gewonnen wird diese umweltfreundliche Energie in Windkraftanlagen. Die zur Umwandlung von Wind in Energie nötigen Rotoren sind längst Teil unseres Landschaftsbildes geworden. Aerodynamisch geformte Rotorblätter treiben den Rotor der Anlage. Die dabei gewonnene Rotationsenergie wird an einen Generator weitergeleitet. So wird der Strom erzeugt, der schließlich ins Netz eingespeist wird. Anlagen, die sich aus vielen Windenergieanlagen zusammensetzen, nennt man Windparks oder manchmal auch Windfarmen.

Zu den besonderen Vorzügen dieser Art der Energiegewinnung gehört es, dass man unabhängiger von Rohstoffimporten wird. Darüber hinaus ist die Windenergie ein echter Jobmotor und bietet ausgezeichnete Karrierechancen. In Deutschland verdienen bereits über 50.000 Menschen ihr Geld in dieser zukunftsweisenden Branche. Wer sich eine frische Brise für sein Depot wünscht, für den sind Nachhaltige Fonds ein vielversprechendes Investment.

Nachhaltigkeit in der Politik

Die Politik hat es sich auf die Fahnen geschrieben, in Deutschland bis 2050, im Rahmen der Energiewende 80 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. So soll u. a. auch eine drastische Reduzierung von Treibhausgasen erreicht werden. Um die Entwicklungen möglichst schnell voranzubringen, bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine ganze Reihe von Förderprogrammen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien sind im Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) festgeschrieben.

Nachhaltige Fonds von EURAMCO

Bis heute haben wir ein Transaktionsvolumen mit Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien in Höhe von 565 Millionen Euro bewegt. Detaillierte Informationen zu unseren platzierten Publikumsfonds finden Sie hier. Wenn Sie sich für eine Geldanlage in Sachen Nachhaltigkeit interessieren, informieren wir Sie gerne über neue Fonds zu diesem Themenbereich, senden Sie uns einfach eine kurze Nachricht.

Zum Schluss noch ein gutes Argument aus berufenem Munde für alle nachhaltigen Investitionen:

„Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“
Charles Darwin

Weiterführende Links

Duden über Nachhaltigkeit 
Förderprogramm des BMWi 
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) 

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