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Dekarbonisierung

Definition Dekarbonisierung

Dekarbonisierung bezieht sich auf das Wort Carbon, das Kohlenstoff bedeutet. Man meint damit, die Nutzung fossiler Energiequellen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl zu reduzieren, um die bei ihrer Verbrennung entstehenden CO2-Emissionen zu reduzieren. Denn CO2 verursacht in der Erdatmosphäre den sog. Treibhauseffekt, der entscheidend zur raschen Erderwärmung beiträgt. Deshalb sollen fossile Energieträger durch Erneuerbare Energien ersetzt werden.

Entwicklung

In die breite Öffentlichkeit gelangte wurde der Terminus Technicus durch den G7-Gipfel auf dem bayerischen Schloss Elmau im Sommer 2015. Dort beschlossen die teilnehmenden Nationen die vollkommene CO2-Neutralität der Weltwirtschaft bis zum Jahr 2100. Die UN beschloss im selben Jahr ihre 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.

Das 7. Ziel (nachhaltige Energie für alle) und das 13. Ziel (Bekämpfung des Klimawandels) setzen Dekarbonisierung voraus. Um diese Ziele zu erreichen, müssen alle Sektoren entschlossen dazu beitragen.

Im Verkehr kann dies durch Elektrifizierung der PKW, leichter Nutzfahrzeuge und Sattelzugmaschinen geschehen. Haushalte können ihren Energieverbrauch senken und beispielsweise ihre Heizung von Öl- oder Gasthermen auf elektrische Wärmepumpen umstellen.

Industrie und Gewerbe können ihre Energieeffizienz erhöhen, auf Elektrifizierung umstellen und technische Lösungen zur Abscheidung von CO2 einsetzen. Insbesondere im Baubereich könnte die Verwendung energieintensiven Betonbaus zugunsten nachwachsender Baumaterialien wie Holz zurückgedrängt werden.

Der Gebäudesektor trägt erheblich zur Emission von Treibhausgasen bei (sein Anteil betrug in Deutschland im Jahr 2020 rund 16 %). Hauptfaktoren sind Heizung/Klimatisierung, die gut 80 % des Energiebedarfs des Gebäudesektors verantworten.

Rückgang der Treibhausemissionen

 

Auf seinem Weg zur Dekarbonisierung ist Deutschland schon ein gutes Stück vorangekommen, wie die folgende Grafik zeigt:

Artikel zum Thema Dekarbonisierung 

Trotz dieser Fortschritte darf nicht übersehen werden, dass noch erhebliche Anstrengungen vor uns liegen. Sektoren wie Flugverkehr und Ferntransport sowie Schifffahrt, Stahl- und Zementproduktion stehen vor erheblichen Herausforderungen,.

Diese können nicht wie bei der Raumklimatisierung und der Elektrifizierung des privaten Verkehrs durch die Nutzung erneuerbarer Energien vergleichsweise einfach dargestellt werden.

Dekarbonisierung setzt demnach sehr tiefgreifende Veränderungen der technischen Infrastruktur voraus .

Als Stichworte seien hier neben der Produktion von Energien aus erneuerbaren Quellen Energieverteilung und –speicherung genannt,

Deshalb erfordert sie viel Zeit und Geld, jedoch langfristig die besten Ergebnisse bringt. Kurzfristig trägt die Erhöhung der Energieeffizienz zur Problemlösung bei, so dass tatsächlich jeder Mensch, jede Industrie, jedes Gewerbe seinen Beitrag leisten kann.

Quellen der EURAMCO 

AIF (alternative Investmentfonds)
Erneuerbare Energien
Nachhaltigkeit
Nachhaltige Kapitalanlagen
Repowering

Weiterführende Links  zum Thema Dekarbonisierung

Definition
Treibhauseffekt
Dekarbonisierungsproblematik im Gebäudesektor
Dekarbonisierungsprobleme bei Flugverkehr und Ferntransport
Veränderungen der technischen Infrastruktur

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